Marie -unsere kleine Wundertüte

Im August 2012 fragte uns eine befreundete Tierschutzorganisation, welche sich stark in Ungarn engagiert, an, ob wir nicht helfen könnten. In einem Tierheim, welches sie auch betreuen, würde eine Berner Sennenhündin sitzen, die dringend Hilfe benötige. Sie sei von einem Züchter dort abgegeben worden, wäre wohl 2 Jahre alt, hätte einmal Welpen gehabt und sei jetzt wegen Umzug über. Eine Untersuchung, die das Tierheim veranlasst hatte, hätte ergeben, dass die Maus im Bauchbereich einen Tumor hätte, der vor Ort schlecht bzw. gar nicht behandelt werden könnte. Somit wäre ihr trauriges Schicksal bei einem Verbleib dort schon absehbar. Da auch uns sehr wohl bekannt ist, welch traurigen Weg Notfälle und gerade solche, die besondere Hilfe bedürfen, in ausländischen Tierheimen gehen, war es gar keine Frage für uns, bei Marie unsere sofortige Hilfe in Form einer Übernahme der Hündin nach Deutschland, anzubieten. Nun wurden mit Hilfe der Tierschutzorganisation alle nötigen Formalitäten in Gang gebracht, um möglichst schnell eine Ausreise organisieren zu können. Da die Mühlen dort etwas träger arbeiten als wir es uns gewünscht hätten, und obendrein Marie, so hatten wir sie inzwischen getauft, noch gar keine Tollwutimpfung hatte, war leider an eine Ausreise erst Ende September zu denken. Nun hieß es Daumendrücken, dass alles bis dahin klappt.

In der Zwischenzeit hatten wir auch auch ein Foto von der süßen Maus erhalten 1.0Marie1und konnten eine Pflegefamilie finden, die Marie dann aufnehmen und den von uns erwünschten Gesundheits-Check Up begleiten wollte. Alles war soweit vorbereitet und Marie konnte ihre Reise starten............und siehe da, die Ausreise klappte und Marie traf am 23.09.2012, mit Hilfe einer Fahrkette, bei der Pflegefamilie ein. Wir waren alle super glücklich.

Nun hieß es aber, Marie schnell einem Tierarzt bezüglich der Tumor-Diagnose vorzustellen. Augenscheinlich war der Tumor wohl um den Nabel herumgewachsen, denn dieser war in Apfelgröße nach außen gebeult. Die Pflegefamilie, aber auch wir anderen waren gespannt, welche vielleicht niederschmetternde Nachricht uns der Tierarzt nach den Untersuchungen mitteilen würde. Es waren Stunden der Anspannung, bis wir alle endlich das Ergebnis erhielten: bei dem nach aussen stehenden Nabel handelte es sich 'nur' um einen nicht behandelten Nabelbruch, was grundsätzlich nicht gefährlich ist (Jubel), jedoch ganz dringend operativ behandelt werden muss. Jedoch gab es ein Problem. Und jetzt kam es richtig dicke, die Tierärztin teilte der Pflegefamilie nämlich mit, dass es nicht an ihr oder an uns liegen würde, aber Marie wäre zur Zeit nicht in der körperlichen Lage, eine solche OP über sich ergehen zu lassen. Schock, was war los mit Marie? Jaaaa.........., sagte Frau Doktor, das liegt an Mariechens Reisegepäck, welches sie per Ultraschall gesichtet hätte, ja unser Mariechen war trächtig. Welche Überraschung!